Gesellschaft für Hochschulforschung

Jahrestagung in Speyer

25. April 2009: Anfang dieser Woche fand in Speyer die Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung statt. Ich war mit sechs Kolleginnen (kleines I) des Flensburger Promotionskollegs in Speyer.

Wir hatten uns zu siebt zwei Ferienwohnungen geteilt und daher auch nach der Tagung noch viel Zeit zum Diskutieren. Einige Mitschriften von der Tagung stelle ich hier ein.

Nachwuchs-Tagung

Der eigentlichen Tagung der Gesellschaft für Hochschulforschung ging die Tagung der Nachwuchswissenschaftler voraus. Peer Pasternack führte ins Thema in gewohnt amüsanter Weise ein, indem er die Unterschiede zwischen "ambulanter" und "klinischer" Hochschulforschung darstellte:

Die ambulante Version sei eigentlich keine Forschung sondern Beratung, wie sie beispielsweise von Roland Berger angeboten werde. Die klinische Hochschulforschung sei hingegen etablierter und sei ebenfalls metaphorisch in die Kategorien "pathologisch" und "chirurgisch" unterteilbar.

Die chirurgische Hochschulforschung arbeite am lebenden Patienten und sei bei den Ministerien im allgemeinen recht beliebt. Die pathologische Hochschulforschung kümmere sich erst im Nachhinein um den Patienten, wenn eigentlich schon alles zu spät sei.

Dazwischen gebe es noch Sonderfälle wie das HIS, das sowohl Beratung als auch Forschung betreibe.

In der anschließenden Fragerunde erläuterte Peer Pasternack, dass derzeit gut 15 Studiengänge in Deutschland im Bereich Hochschul- und Wissenschaftsmanagement angeboten werden. Daraus folge, dass bald jährlich 450 Absolventen auf den Arbeitsmarkt drängen werden. Ulrich Teichler ergänzte, dass die Professionalisierung deutscher Hochschulen einen weitaus größeren Bedarf an jährlichen Berufseinsteigern haben werden. Das jedenfalls zeigen internationale Vergleiche.

Pasternack schätzt, dass derzeit etwa 160 Stellen in deutschen Hochschulforschungsinstituten existieren. Gut 5 bis 10 Stellen werden pro Jahr in jeder dieser Institute neu besetzt. Der organisierte Hochschulforschernachwuchs werden von diesen Instituten sehr eingestellt, weil es sich dabei um im Forschungsfeld bereits sozialisierte Personen handle. Insgesamt schätzt Pasternack die Zahl aktiver Hochschulforscher in Deutschland auf ca. 200 bis 250 Personen. Setzte man die Einwohnerzahl in Bezug zur Zahl der Hochschulforscher, so seien in den USA etwa 10 bis 20 Mal so viele Personen im Professionalisierungsbereich von Hochschulen beschäftigt wie in Deutschland. Auf Nachfrage erklärt Ulrich Teichler, dass die durch die Exzellenzinitiative entstandenen Stellen nicht wirklich ins Gewicht fallen und im Trend sich als marginal erweisen werden.

Mitschriften der Tagung

Auslandsaufenthalte »

Ulrich Teichler und Uta Bielfeldt. Dies ist eine Mitschrift von der Tagung der Nachwuchswissenschaftler der Deutschen Gesellschaft für Hochschulforschung vom 20. April 2009. »

Prof. Dr. Schenker-Wicki »

Innovation – Accountability – Performance. Dies ist eine Mitschrift der Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung 2009 in Speyer. »

Finanzierung von Auslandsaufenthalten »

Dr. Christian Spath. Dies ist eine Mitschrift der Tagung der Nachwuchswissenschaftler der Deutschen Gesellschaft für Hochschulforschung vom 20. April 2009. »

David Kaldewey »

Vortrag. Die Programmierbarkeit von Kreativität und Innovativität Tagungsmitschrift von der Tagung der Gesellschaft für Hochschulforschung 2009 in Speyer. »

EPSCoR »

Exzellenzwettbewerb im Kleinen. Tagungsmitschrift von der Tagung der Gesellschaft für Hochschulforschung 2009 in Speyer. »

Druckversion
Dr. Veit Larmann
info (bei) veit-larmann.de

Jahrestagung in Hamburg »

Gesellschaft für Hochschulforschung. 17. Mai 2008: Vom 14. - 16. Mai war ich in Hamburg auf meiner bislang schönsten Tagung. Schön, weil sie sich durch eine entspannte sympathische Atmosphäre auszeichnete. Vermutlich lag das auch daran, dass man hier dem wissenschaftlichem Nachwuchs eine prominente Rolle zuerkannte. »

Tagung in Liverpool »

Society for Research into Higher Education (SRHE). 29. Dezember 2008: Mittlerweile habe ich einige mir wichtige Notizen von der Jahrestagung der SRHE hier eingestellt. Dank der Böll-Stiftung konnte ich an dieser Tagung teilnehmen. »