Dr. Christian Spath referierte zunächst die Voraussetzungen für eine Förderung. Das seien vor allen Dingen einschlägige Publikationen. Eine Auslandsförderung kann dann begründet werden, z. B. weil man in einem Netzwerk arbeitet und zur Arbeit finanzielle Unterstützung braucht, oder weil man Verbindungen schaffen müsse, also beispielsweise einen Kongress besuchen möchte.
Spath wies darauf hin, dass man Strukturen gedanklich spiegeln sollte. So hätten unsere Bundesländer ja bekanntlich Fördertöpfe. Vergleichbare Töpfe von Regionen oder anderen subnationalen Einheiten gebe es im Ausland ebenfalls. Das seien lohnende Adressen für Förderanträge. Aber auch das Institut oder die Hochschule, die mich als Gast aufnimmt, könnte einen Fördertopf haben. In Deutschland gebe es die DFG, Förderprogramme verschiedener Bundesministerien sowie der VW-Stifutng und andere Stifter. Äquivalente hierzu fände man im Ausland natürlich auch.
Um in Deutschland nach Geld für den Auslandsaufenthalt zu suchen, schlägt Spath die großen Stiftungen vor, wie Hertie, Bosch, Humbold oder den DAAD. Deren Programme könne man von Hochschulbibliotheken aus über
ELFI recherchieren. ELFI ist ein kostenpflichtiges Programm.
Vor einer Antragstellung solle man sich immer anschauen, wie hoch das Stiftungskapital ist. Stiftungen mit einem Kapitalstock von 100.000 Euro können jährlich nur 5.000 Euro ausschütten. Das reiche für viele Auslandsaufenthalte schon gar nicht.
Bei der Antragstellung solle man auch seine Kontakte nutzen, d. h. den Professor bitten, sich von ihm für ein relevantes Förderungsprogramm vorzuschlagen. Der Professor wird wissen, dass man dabei nicht zu hoch ansetzten dürfe, denn bei manchen Förderprogrammen habe man als Doktorand noch gar keine Chance.
Die Europäische Union gibt Gelder im Rahmen des "Initial Trainings". Dazu gebe es wohl gewisse Institute, denen ich mich angliedern müsse um Geld erhalten zu können.

